MA Program

Students enrolled in the  M.A. program need to have a good command in German to be able to follow the courses. The module descriptions are available in German only.
Modulhandbuch des M.A. Programms
Studienordnung des M.A. Programms

Studienverlaufsplan

Basismodul Holocaust Studies
Das Holocaust-Basismodul zielt darauf ab, den Studenten im ersten Semester des Master-Studiengangs fundiertes Faktenwissen zum Holocaust zu vermitteln. Das Geschehen soll in all seinen Aspekten - von der Entrechtung und Verfolgung, über Vertreibung und Ghettoisierung, über das Lagersystem und die Zwangsarbeit bis hin zum industriellen Mord - behandelt werden. Nach Abschluss des Moduls sollen die Studenten Kenntnisse über das Deportationssystem, wichtige Konzentrationslager, die Tätigkeit der Einsatzgruppen und über das Schicksal der Opfer haben.

Basismodul Jüdische Geschichte
Das Basismodul jüdische Geschichte soll für die Studenten im zweiten Semester jüdisches Leben jenseits der Opferrolle im Holocaust sichtbar machen. Die Studenten sollen die Grundzüge der Geschichte der Juden in Europa kennen lernen. Sie sollen die Veränderungen jüdischen Lebens nach der Aufklärung und der Herausbildung der Nationalstaaten erkunden und sich mit unterschiedlichen Reaktionen jüdischer Gemeinden und jüdischer Denker auf die Herausforderung der Moderne beschäftigen.

Basismodul Toleranz
Das Modul Toleranz soll die Geschichte des Toleranzgedankens, den Stellenwert der Toleranz für jüdisches Leben, Probleme der Toleranz in modernen Gesellschaften sowie Konzepte und Grundlagen der Toleranzerziehung vermitteln.

Basismodul Holocaust Communication
Das Basismodul Holocaust Communication soll den Studenten im ersten Semester einen Überblick über Theorien und Forschungsansätze zu Gedächtnis und Erinnerung geben. Die Studenten analysieren Darstellungen des Holocaust in Gedenkstätten, auf Gedenktafeln, durch Bauwerke und in Museen. Auch die Vermittlung in Radio und Fernsehen, in Dokumentationen und Spielfilmen, in öffentlichen Reden oder durch Rituale gehören zum Themengebiet dieses Moduls.

Aufbaumodul Holocaust Studies
Im zweiten Semester sollen die Studenten sich mit den Ursachen und Kontexten des Holocaust beschäftigen, d.h. mit seinen gesellschaftlichen, politischen und ideologischen Voraussetzungen. Im Zentrum des Interesses stehen dabei Judenfeindschaft, traditioneller Antisemitismus und NS-Ideologie, aber auch die politischen und gesellschaftlichen Krisen der Zwischenkriegszeit. Die Situation in Deutschland wird dabei mit der Lage in anderen europäischen Staaten verglichen, die spezifischen Bedingungen für die Herausbildung nationalsozialistischer Herrschaft in Deutschland werden untersucht.

Aufbaumodul Holocaust Communication
Das Holocaust-Communication-Aufbaumodul beschäftigt sich mit der Vermittlung des Holocaust in unterschiedlichen Bereichen der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit: Ziel ist es, den Studenten durch komparative Ansätze die Breite des Spektrums möglicher Darstellungen aufzuzeigen. Gleichzeitig soll das Modul aktuelle Veränderungen und zukünftige Herausforderungen der Holocaust-Erziehung benennen. Durch das Sterben der Zeitzeugen wird sich die Erinnerung an den Holocaust von einem kommunikativen, durch die Überlebenden vertretenen zu einem kulturellen, medial fixierten Gedächtnis verändern. Dies muss auch zu einer neuen Form der Holocaust-Vermittlung führen.

Vertiefungsmodul
In dieser Studienphase können Studenten zwischen den Schwerpunkten Holocaust Studies oder Holocaust Communication wählen. Im Bereich Holocaust Studies können dann unterschiedliche Hauptseminare, z.B. zur Historiographie des Holocaust, zum Umgang mit dem Holocaust nach 1945 oder zu ähnlichen Themen belegt werden. Wenn der Schwerpunktbereich Holocaust Communication gewählt wird, stehen die theoretischen und praktischen Aspekte der Vermittlung im Vordergrund. Es geht um die historisch präzise, pädagogisch sinnvolle Vermittlung von Inhalten und u.a. auch darum, die Adressaten auf ein entsprechendes Angebot aufmerksam zu machen. Die Studenten lernen Arbeitsschritte einer Ausstellungsrealisation kennen, von der Planung bis zur technischen Ausführung, von der historischen Recherche und Objektbeschaffung bis zur Ausstellungsgestaltung, einschließlich Grafik, Inszenierungen und Organisation.

Praxismodul
Die Studenten absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum bei einer Gedenkstätte oder einer anderen in diesem Themenbereich tätigen Institution oder Organisation.

Abschlussmodul
Das Abschlussmodul besteht aus einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit aus dem Themengebiet und einer Abschlussprüfung (Disputation).